Samstag 25. März 2017

NEU! Orthodoxe Kirchenzeitung

für Österreich im neuen Layout

Die aktuelle Ausgabe Herbst-Winter/2015

 

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NEU! "Orthodoxe Religionspädagogik"

an der Universität Wien

 

 

Weihnachtsbotschaft des Metropoliten von Austria 2016

WEIHNACHTEN, 2016

Dem

heiligen Klerus und frommen Kirchenvolk

der Metropolis von Austria

und des Exarchates von Ungarn

 

Meine geliebten Kinder,

 

„Das Fest der Feste“, das heilige Weihnachtsfest, feiert unsere Kirche ein weiteres Jahr und ruft alle ihre Kinder mit mütterlicher Liebe dazu auf, fromm vor der Krippe von Bethlehem zu stehen und die Größe der Liebe Gottes dem Menschen gegenüber, jedem Menschen gegenüber, zu bedenken.

 

Im Angesicht dieser Erhabenheit der Göttlichen Liebe sind wir alle dazu aufgerufen, unsere kritische Selbstbetrachtung aufrichtig durchzuführen und zu ergründen, ob und inwieweit wir diesem Ruf der Liebe Gottes nachkommen, die unsere Freiheit nicht verletzt, sondern geduldig unsere Antwort erwartet. Wir sind dazu aufgerufen darüber nachzudenken, ob wir möglicherweise einen anderen Weg und eine andere Art des Lebens eingeschlagen haben, weit weg von der Liebe unseres Gottes entfernt, Der Mensch wurde, damit wir Götter gemäß der Gnade werden. Wir sind weiters dazu aufgerufen zu erfragen, ob wir vielleicht die Einladung Gottes zur Kommunion mit Ihm ablehnen und uns selbst gleichzeitig in eine gefährliche Isolation von Gott und von unseren anderen Mitmenschen manövrieren.

 

Die Höhle zu Bethlehem kommt für ein weiteres Jahr und zeigt sich in unserem Angesicht als eine Quelle der wahrhaften, bedingungslosen und ungezwungenen Liebe, jener Göttlichen Liebe also, die Geben, Wesen und Aufopferung innehat. Zu dieser wahrhaftigen Beziehung ruft uns die Kirche auf, zu einer rettenden Beziehung mit Gott.

 

Der ununterbrochene Lobpreis der Engel, die demütige Verehrung der Hirten, der unerschütterliche Weg der drei Weisen aus dem Morgenland gereichen uns als Beispiel für unsere eigene Anbetung, für unsere eigene Feier dieses großen Festes, das nicht bloß etwas bleibt, was viele Menschen hauptsächlich aus der Perspektive des Konsums und oberflächlich als „den Geist der Weihnachten“ charakterisieren, sondern das in die Tiefe der menschlichen Existenz eintritt und ihn erneuert, ihn neu erschafft und ihn neu formt in der Krippe der Liebe.

 

Mit diesen Gedanken wünsche ich allen väterlich Frohe und gesegnete Weihnachten und ein von Gott gesegnetes Neues Jahr.

 

Mit väterlicher Liebe und segensreichen Feiertagswünschen,

 

Euer Bischof

 

† Metropolit Arsenios von Austria und Exarch von Ungarn

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