Dienstag 27. Juni 2017

Ikonen und Ikonenverehrung

 

 

In der orthodoxen Gottesverehrung nimmt einen sichtbaren Platz die Verehrung der heiligen Ikonen ein (Ikone griech. eikon, bedeutet Bild, Abbild, Urbild) mit der Darstellung des Herrn Jesus Christus, der Allheiligen Gottesgebärerin, der Engel und der Heiligen (hierunter fallen auch das Kreuz und das Hl. Evangeliar).

 

Die orthodoxen Gotteshäuser sind innen mit Fresken ausgemalt und vielen Ikonen ausgeschmückt. Mit der Zeit und mit der Entwicklung der christlichen Kunst wird die Ikone zur ausschließlichen Darstellung von Bildmotiven auf Holz, Stein, Metall, Leinwand oder Glas, mit einem Wort ein bewegliches Bild im Gegensatz zur Wandmalerei. Skulpturarbeiten, wie wir sie im westlichen Christentum finden, stellen in der Orthodoxie eher eine Seltenheit dar.

Ikonostase und Ikonen

 

 

Beim Betreten orthodoxer Gotteshäuser ist auffällig, dass die Eingangstür oftmals zweiflügelig ist. Dies liegt unter anderem darin begründet, daß dadurch das Alte und das Neue Testament symbolisiert werden sollen. Nach Durchquerung des Narthex (Vorraum) gelangt man in den Naos (Kirchenschiff). Im Naos selbst sind in der Regel drei Ikonentische verteilt, die ein wichtiges Merkmal orthodoxer Gotteshäuser darstellen.

 

Ikonentische dienen dazu, den Gläubigen das Bild der Heiligen zu vermitteln und ihre Verehrung - durch das Küssen der Ikone und dem Gebet davor - zu ermöglichen. Der erste Ikonentisch befindet sich in den meisten Fällen unmittelbar hinter dem Eingang in den Naos. Auf ebendiesem ruht die Ikone jenes Heiligen bzw. jener Heiligen, dem/der das betreffende Gotteshaus geweiht ist (Kirchenpatron).

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