Freitag 18. August 2017

NEU! Orthodoxe Kirchenzeitung

für Österreich im neuen Layout

Die aktuelle Ausgabe Herbst-Winter/2015

 

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NEU! "Orthodoxe Religionspädagogik"

an der Universität Wien

 

 

Hl. Lukas von Simferopol: Über Zeiten und Fristen

Beim Auseinandergehen Jesu Christi mit Seinen Jüngern auf dem Ölberg vor der Himmelfahrt, habe sie interessiert gefragt: „Als sie nun beisammen waren, fragten sie ihn: Herr, stellst du in dieser Zeit das Reich für Israel wieder her? Er sagte zu ihnen: Euch steht es nicht zu, Zeiten und Fristen zu erfahren, die der Vater in seiner Macht festgesetzt hat. (Apg 1, 6-7). Und wir sind oft neugierig um zu erfahren, wir verbiegen uns, um die verschiedensten Zeichen des Neuen Testaments zu erkennen, um Zeiten und Fristen zu benennen.

Die Frist für das Zweite Kommen haben Sekten oft bestimmt – die Adventisten, aber ihre Erwartungen haben sich natürlich nicht erfüllt. Wir müssen uns vor Augen führen, dass der Tag des Herrn überraschend kommen wird, wie ein Dieb in der Nacht (2 Petr 3, 10). Das Zweite Kommen des Herrn wird wie ein Blitz sein, der überraschend von einem Teil zum anderen Teil des Himmels aufleuchtet (siehe Mt 24, 27). Nur das sollten wir wissen und mehr sollten wir neugierig nicht nachfragen.

 

Der Herr hat in der Offenbarung des Johannes gesagt: „Siehe, ich komme wie ein Dieb. Selig, wer wach bleibt und sein Gewand anbehält, damit er nicht nackt gehen muss und man seine Blöße sieht“ (Offb 16, 15). Selig ist der, der in Reinheit sein Herz bewahrt hat, dessen Nacktheit nicht von den Menschen gesehen wird, die beim Jüngsten Gericht stehen werden. Er wird vor Gott und vor ihnen nicht beschämt werden. Selig ist der, der im Gewand der Gerechtigkeit, im hellen Gewand der Heiligen stehen wird.

 

Christi Kommen wird für uns alle unerwartet sein. Denn wenn sie sprechen: Frieden und Sicherheit herrschen, dann wird über sie unerwartet der Tod kommen, so wie der Schmerz für die gebärende Frau, und sie werden ihn nicht entweichen können. Aber ihr, Brüder, seid nicht in der Finsternis, damit euch dieser Tag nicht wie ein Dieb überrascht. Denn ihr seid die Söhne des Lichts und die Söhne des Tages; nicht der Nacht und der Finsternis. Daher lasst uns nicht schlafen, wie die übrigen, sondern lasst uns wach und nüchtern bleiben. Denn jene, die schlafen, schlafen bei Nacht, und jene die sich betrinken, betrinken sich bei Nacht (1 Thess 5, 3-7). Wir sind mit der Hl. Taufe getauft worden, wir haben an Christus geglaubt, wir folgen Ihm, wir bemühen uns Seine Gebote zu erfüllen, denn Er ist das Licht, das nie ausgeht, das alle erhellt, die Ihn lieben.

 

Wir sind nicht mit jenen, die in Sünden, in der Unreinheit sterben, die niemals über ihre Seele nachgedacht haben. Und wir, da wir Söhne des Tages sind, kleiden wir uns mit dem Schild des Glaubens, der uns von den brennenden Pfeilen des Listigen bewahren wird, erfüllen wir uns mit der Flamme der Hoffnung auf Gott, dessen Liebe uns rettet. Wir haben unzählige Gaben der Gnade erhalten, fürchten wir uns nicht vor das Gericht Christi zu treten.

 

Der Hl. Apostel Paulus sagt: „Die Nacht ist vorgerückt, der Tag ist nahe. Darum lasst uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts“ (Röm 13, 12). Für uns Christen, die wir Christus folgen, ist die Sündennacht vorbei und der Tag der Erlösung ist nahe, den wir immer vorbereitet empfangen sollten, wie ein Mensch, der sich für eine lange Reise vorbereitet, die mit Glauben, Hoffnung und Liebe umzäunt ist. Wir erinnern uns an die Worte Christi: „Legt euren Gürtel nicht ab und lasst eure Lampen brennen!“ (Lk 12, 35). Leben wir so, dass die Lampen, mit denen wir vor den Herrn treten werden, nicht ausgehen. Amen.

 

(Quelle: www.pravoslavie.ru)

    

 

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